Entscheidung

Entscheidung Nr. 82-138 DC vom 25. Februar 1982

Gesetz zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika

Der Verfassungsrat ist am 5. Februar 1982 gemäß Artikel 61, Absatz 2 der Verfassung bezüglich des Gesetzes zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika angerufen worden, einerseits von den Damen und Herren Abgeordneten Claude LABBÉ, Jacques CHIRAC, Bernard PONS, Marc LAURIOL, Nicole DE HAUTECLOCQUE, Didier JULIA, Louis GOASDUFF, Gabriel KASPEREIT, Pierre MAUGER, Philippe SÉGUIN, Michel NOIR, Roger CORRÈZE, Hélène MISSOFFE, Jean FALALA, Jacques CHABAN-DELMAS, Jacques MARETTE, Maurice COUVE DE MURVILLE, Emmanuel AUBERT, Claude-Gérard MARCUS, Jean-Paul DE ROCCA SERRA, Pierre-Charles KRIEG, Serge CHARLES, Jacques LAFLEUR, Jean NARQUIN, Pierre MESSMER, Georges TRANCHANT, Hyacinthe SANTONI, Roger FOSSE, Michel DEBRÉ, Maurice CORNETTE, Jean FOYER, Jean-Paul CHARIÉ, Antoine GISSINGER, Pierre-Bernard COUSTÉ, Robert WAGNER, Olivier GUICHARD, Robert GALLEY, Georges GORSE, Florence d'HARCOURT, Michel INCHAUSPÉ, Christian BERGELIN, Yves LANCIEN, Robert-André VIVIEN, Jean VALLEIX, Michel COINTAT, Jean TIBERI, Georges DELATRE, Pierre DE BENOUVILLE, René LA COMBE, Bruno BOURG-BROC, Camille PETIT, Alain PEYREFITTE, Régis PERBET, Jean DE LIPKOWSKI, Jacques TOUBON, Edouard FRÉDÉRIC-DUPONT, Michel BARNIER, Henri DE GASTINES, Jacques GODFRAIN, Daniel GOULET, Maurice DOUSSET, Pierre MICAUX, Paul PERNIN, Charles DEPREZ, Jacques DOMINATI, Maurice LIGOT, François d'AUBERT, Michel d'ORNANO, Philippe MESTRE, Loïc BOUVARD, Alain MADELIN, Jean-Pierre SOISSON, Jean-Marie DAILLET, Charles FÈVRE, Georges MESMIN, Henri BAUDOUIN, François LÉOTARD, Claude BIRRAUX, Pascal CLÉMENT, Joseph-Henri MAUJÛAN DU GASSET, Jacques FOUCHIER, Jean BÉGAULT, Marcel BIGEARD, Francis GENG, Christian BONNET, Adrien DURAND, Jean-Paul FUCHS, Jean RIGAUD, Jacques BLANC, Bernard STASI, Jean PRORIOL und Yves SAUTIER, sowie andererseits von den Damen und Herren Senatoren Charles ORNANO, Adolphe CHAUVIN, Philippe DE BOURGOING, Charles PASQUA, Jean-Pierre CANTEGRIT, Paul GIROD, Guy PETIT, Jean Bénard MOUSSEAUX, Louis LAZUECH, Henri TORRE, Jacques LARCHÉ, Pierre LOUVOT, Louis DE LA FOREST, Hubert MARTIN, Roland DU LUART, Pierre SALLENAVE, Serge MATHIEU, Michel MIROUDOT, Jean-Pierre FOURCADE, Lionel CHERRIER, Jacques THYRAUD, Pierre-Christian TAITTINGER, Bernard BARBIER, Pierre CROZE, Paul d'ORNANO, Jean CHAMANT, André BETTENCOURT, Guy DE LA VERPILLIÈRE, Roland RUET, Marcel LUCOTTE, Michel SORDEL, Jean PUECH, Paul GUILLARD, René TRAVERT, Paul GUILLAUMOT, Michel d'AILLIÈRES, Jean-François PINTAT, Albert VOILQUIN, Jacques MÉNARD, Michel GIRAUD, Christian PONCELET, Jacques VALADE, Michel CHAUTY, Christian DE LA MALÈNE, René TOMASINI, Geoffroy DE MOTALEMBERT, Yvon BOURGES, Marc JACQUET, Marc BÉCAM, Hubert d'ANDIGNÉ, Jean CHÉRIOUX, Jacques CHAUMONT, François COLLET, Roger MOREAU, Henri PORTIER, Edmond VALCIN, Jacques BRACONNIER, Marcel FORTIER, Henri COLLETTE, Maurice SCHUMANN, Georges REPIQUET, Paul KAUSS, Michel MAURICE-BOKANOWSKI, Michel CALDAGUÈS, Louis SOUVET, Raymond BRUN, Roger ROMANI, Jean NATALI, Charles DE CUTTOLI, Etienne DAILLY, Jacques PELLETIER, Jacques HABERT, Jean DESMARETS, Hector DUBOIS, Yves DURAND, Alphonse ARZEL, Jean-Pierre BLANC, Raymond BOUVIER, Jean CAUCHON, Pierre CECCALDI-PAVARD, François DUBANCHET, Charles DURAND, Marcel DAUNAY, Jean FRANCOU, Jacques GENTON, Marcel LEMAIRE, Georges LOMBARD, Jean MADELAIN, Claude MONT, Jacques MOSSION, Dominique PADO, Raymond POIRIER, Roger POUDONSON, Maurice PRÉVOTEAU, André RABINEAU, Paul SÉRAMY, René TINANT, Pierre VALLON und Jean COLIN ;

DER VERFASSUNGSRAT,

Unter Bezugnahme auf die Verfassung ;

Unter Bezugnahme auf die gesetzesvertretende Verordnung vom 7. November 1958, Verfassungsergänzungsgesetz über den Verfassungsrat, insbesondere auf Kapitel II des Abschnitts II dieser Verordnung ;

Nachdem der Berichterstatter gehört worden ist ;

ÜBER DIE AUF VERLETZUNG DER BESTIMMUNGEN DER ARTIKEL 72, 73 UND 74 DER VERFASSUNG GESTÜTZTE ANTRAGSBEGRÜNDUNG :

  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 72, Absatz 1 der Verfassung verfügt : „Die Gebietskörperschaften der Republik sind die Gemeinden, die Departements, und die überseeischen Territorien. Jede andere Gebietskörperschaft wird durch Gesetz geschaffen“ ;

  2. In Erwägung dessen, dass die Antragsteller, um die Unvereinbarkeit des Gesetzes zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika mit der eben genannten Bestimmung der Verfassung zu rügen, vorbringen, der zweite Satz der vorgenannten Bestimmung müsse so verstanden werden, dass er die Schaffung neuer Kategorien von Gebietskörperschaften erlaube und nicht die Schaffung einer besonderen Gebietskörperschaft, deren Status vom allgemeinen Recht abweicht ; dass sie zur Stützung dieser Behauptung hinzufügen, dass die Artikel 73 und 74 der Verfassung, von denen der erste Möglichkeiten der Anpassung der Rechtsvorschriften an die besondere Situation der Übersee-Departements vorsieht und der zweite den Grundsatz einer den überseeischen Gebieten eigenen Organisation festschreibt, bewiesen, dass es in Kontinentalfrankreich keine „verschiedenartigen Situationen gibt, die Unterschiede in der Organisation seiner Verwaltungseinheiten rechtfertigen könnten“ ;

  3. In Erwägung dessen, dass erstens Artikel 72 des Verfassung sich auf alle Gebietskörperschaften der Republik bezieht, wohingegen die Artikel 73 und 74 sich ausschließlich auf überseeische Gebietskörperschaften beziehen ; dass die Anwendung der Bestimmungen von Artikel 72, die in einem Absatz, der sowohl für Gebietskörperschaften Kontinentalfrankreichs, als auch für diejenigen in Übersee gilt, dem Gesetzgeber die Zuständigkeit zuerkennen, andere Gebietskörperschaften zu schaffen, sich nicht nur auf die überseeischen Gebietskörperschaften beschränkt ;

  4. In Erwägung dessen, dass zweitens die Bestimmung der Verfassung laut derer „jede andere Gebietskörperschaft [...] durch Gesetz geschaffen“ wird, keineswegs die Schaffung von Kategorien von Gebietskörperschaften verbietet, in der es nur eine einzige Gebietskörperschaft gäbe ; dass dies auch die vom Gesetzgeber gewählte Auslegung gewesen ist, als er in Kontinentalfrankreich der Stadt Paris einen Sonderstatus gegeben und er in Übersee die Gebietskörperschaft Mayotte geschaffen hat ;

  5. In Erwägung dessen, dass im übrigen laut Artikel 1 des dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegten Gesetzes die Schaffung der Region Korsika im Rahmen der Gesetzgebung über die Rechte und Freiheiten der Gemeinden, der Departements und der Regionen erfolgt ;

  6. In Erwägung dessen, dass schließlich, entgegen der im Antrag enthaltenen Behauptung, die Tatsache, dass eine Gebietskörperschaft dazu gebracht wird, mit einer Anstalt des öffentlichen Rechts zusammenzuarbeiten, die sie nicht selbst geschaffen hat, die freie Selbstverwaltung der Gebietskörperschaften nicht verletzt ;

ÜBER DIE AUF VERLETZUNG VON ARTIKEL 2 DER VERFASSUNG GESTÜTZTE ANTRAGSBEGRÜNDUNG :

  1. In Erwägung dessen, dass der Wortlaut von Artikel 2 der Verfassung verfügt : „Frankreich ist eine unteilbare, laizistische, demokratische und soziale Republik. Sie gewährleistet die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz ohne Unterschied der Herkunft, Rasse oder der Religion“ ;
  • Bezüglich des Grundsatzes der Unteilbarkeit der Republik :
  1. In Erwägung dessen, dass laut der Antragsteller, das dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegte Gesetz gegen den Grundsatz der Unteilbarkeit der Republik verstoße, weil „der Begriff des besonderen Status, gleichgültig was die Absichten gewesen sein mögen, offensichtliche Risiken der Auflösung der nationalen Einheit in sich birgt“, was durch die Erläuterungen des Gesetzes und seine vorbereitenden Arbeiten erwiesen sei ;

  2. In Erwägung dessen, dass nach dem gegenwärtigen Stand der Bestimmung der Zuständigkeiten der Organe der dezentralisierten Gebietskörperschaften, beziehungsweise der Organe des Staates, der dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegte Gesetzestext keine Bestimmung enthält, die als solche als gegen die Unteilbarkeit der Republik und die Unversehrtheit des nationalen Staatsgebiets verstoßend angesehen werden kann ;

  • Bezüglich des Grundsatzes der Gleichheit vor dem Gesetz :
  1. In Erwägung dessen, dass die Antragsteller erstens rügen, das dem Verfassungsrat vorgelegte Gesetz verstoße gegen das von Artikel 2 der Verfassung verkündete Gleichheitsgebot, da „es eine Unverhältnismäßigkeit gäbe zwischen dem Erlass eines besonderen Wahlrechtsregelung und der Tatsache, dass Korsika eine Insel ist“ ;

  2. In Erwägung dessen, dass nach dem gegenwärtigen Stand der Gesetzgebung und bis zum Erlass des Gesetzestextes, der die allgemeinen Regeln für die Wahlen zu den Departementversammlungen festlegen soll, es nichts gibt, dass die Behauptung stützen könnte, die auf Korsika anwendbare Regelung sei abweichend von denen, die für alle Regionen anwendbar sind ;

  3. In Erwägung dessen, dass die Antragsteller zweitens vortragen, das dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegte Gesetz sei gleichheitswidrig, da die in Artikel 50 erlassenen Amnestiemaßnahmen nur auf Straftatbestände anwendbar sind, die einen Bezug zu der Zuweisung eines Sonderstatus an Korsika haben, obwohl diese Straftatbestände sich nicht von in anderen Teilen des Staatsgebiets begangenen Straftaten unterscheiden ;

  4. In Erwägung dessen, dass Artikel 34 der Verfassung bestimmt : „Durch Gesetz werden geregelt : ... die Amnestie“ ; dass auf Grund dieser Zuständigkeit der Gesetzgeber einige strafrechtliche Konsequenzen von vom Gesetz bestraften Handlungen beseitigen kann ; dass es ihm dabei zusteht, zu bestimmen, welches die Straftaten und, gegebenenfalls, die Personen sind, auf die sich der Nutzen dieser Bestimmungen erstrecken soll ; dass das Gleichheitsgebot es nicht verbietet, dass er auf diese Art und Weise den Anwendungsbereich der Amnestie festlegt, solange die von ihm gewählten Kategorien nach objektiven Kriterien bestimmt werden ; dass dies für das dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegte Gesetz der Fall ist ;

ÜBER DIE AUF VERLETZUNG VON ARTIKEL 24, ABSATZ 3 DER VERFASSUNG GESTÜTZTE ANTRAGSBEGRÜNDUNG :

  1. In Erwägung dessen, dass laut der antragstellenden Abgeordneten das Gesetz zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika die Bestimmungen der Verfassung verkennen, da das Inkrafttreten des Gesetzes nicht vom Erlass eines verfassungsergänzenden Gesetzes und eines einfachen Gesetzes abhängt, welche die Regeln für die Wahl des Senates verändern und dort die Vertretung dieser Gebietskörperschaft ermöglichen ;

  2. In Erwägung dessen, dass, wenn Artikel 24 der Verfassung die Änderung dieser gesetzlichen Bestimmungen vorschreibt, er doch nicht vorschreibt, dass dies vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Schaffung eines Sonderstatuts für die Region Korsika zu geschehen habe ;

ÜBER ARTIKEL 44 DES GESETZES :

  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 44 des Gesetzes verfügt : „Der Vertreter des Staates in der Region Korsika übt in Bezug auf alle Kategorien von Verwaltungsakten und Haushaltsbestimmungen der Gebietskörperschaft die in Abschnitt III des Gesetzes Nr. [...]vom [...] über die Rechte und Freiheiten der Gemeinden, der Departements und der Regionen in Bezug auf alle Verwaltungsakte und Haushaltsbestimmungen der Regionen vorgesehene Aufsicht aus“ ;

  2. In Erwägung dessen, dass, wenn der so vom Gesetz zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika hergestellte Bezug zum Abschnitt III des Gesetzes über die Rechte und Freiheiten der Gemeinden, der Departements und der Regionen keine Auswirkungen vor der Verkündung der neuen Bestimmungen besagten Abschnitts III nach Ergehen der Entscheidung des Verfassungsrates Nr. 82-137 DC vom 25. Februar 1982 haben kann, dieser Umstand jedoch nicht geeignet ist, die Verfassungsmäßigkeit des Artikels 44 des dem Verfassungsrat zur Prüfung vorgelegten Gesetzes zu beeinträchtigen ;

  3. In Erwägung dessen, dass im gegenwärtigen Fall für den Verfassungsrat kein Anlass besteht, von Amts wegen weiteren Fragen, welche die Verfassungsmäßigkeit der anderen Bestimmungen des ihm zur Prüfung vorgelegten Gesetzes betreffen, nachzugehen,

ENTSCHEIDET :

Artikel 1 - Das Gesetz zur Schaffung eines Sonderstatus für die Region Korsika : Organisation der Verwaltung, wird für nicht verfassungswidrig erklärt.

Artikel 2 - Diese Entscheidung wird im Amtsblatt der Französischen Republik veröffentlicht.

Les abstracts

  • 4. DROITS ET LIBERTÉS
  • 4.23. PRINCIPES DE DROIT PÉNAL ET DE PROCÉDURE PÉNALE
  • 4.23.11. Amnistie
  • 4.23.11.1. Régime de l'amnistie
  • 4.23.11.1.1. Compétence du législateur

Il appartient au législateur d'apprécier quelles sont les infractions et, le cas échéant, les personnes auxquelles doit s'appliquer le bénéfice de l'amnistie. Toutefois, le principe d'égalité exige que les catégories qu'il retient soient définies de manière objective.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 13, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 5. ÉGALITÉ
  • 5.2. ÉGALITÉ DEVANT LA JUSTICE
  • 5.2.1. Amnistie et autres mesures d'effacement de la peine
  • 5.2.1.1. Principe

Il appartient au législateur, conformément à l'article 34 de la Constitution, de fixer les règles concernant l'amnistie. Il lui revient donc d'apprécier quelles sont les infractions et les personnes auxquelles doit s'appliquer le bénéfice de ses dispositions. Le principe d'égalité n'est pas méconnu dès lors que le législateur définit selon des règles objectives les catégories appelées à bénéficier de l'amnistie.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 13, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 8. ÉLECTIONS
  • 8.1. PRINCIPES DU DROIT ÉLECTORAL
  • 8.1.1. Droits et libertés de l'électeur
  • 8.1.1.2. Égalité entre électeurs
  • 8.1.1.2.2. Principe d'égalité de représentation
  • 8.1.1.2.2.4. Régime électoral applicable à la Corse

En l'état actuel de la législation et jusqu'à l'intervention du texte destiné à fixer le régime électoral des électeurs aux conseils généraux, rien ne permet de soutenir que le régime applicable à la région de Corse sera dérogatoire au droit commun applicable à l'ensemble des régions.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 11, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 10. PARLEMENT
  • 10.2. ORGANISATION DES ASSEMBLÉES PARLEMENTAIRES ET DE LEURS TRAVAUX
  • 10.2.2. Composition et organisation du Parlement
  • 10.2.2.1. Composition
  • 10.2.2.1.2. Composition du Sénat
  • 10.2.2.1.2.4. Collectivité territoriale de Corse

L'entrée en vigueur d'une loi instituant une nouvelle catégorie de collectivités territoriales n'est pas subordonnée à l'adoption préalable d'une loi organique. Si l'article 24 de la Constitution impose que les différentes collectivités territoriales soient représentées au Sénat, il n'exige pas que chaque catégorie de collectivité dispose d'une représentation propre. L'article L.O. 274 du code électoral, dans sa rédaction issue de l'article 3 de la loi organique n° 86-957 du 13 août 1986, en disposant que " le nombre de sénateurs élus dans les départements est de trois cent quatre " implique seulement que sous réserve d'exceptions prévues par d'autres textes ayant valeur de loi organique, les sénateurs soient élus dans le cadre du département. Il ne fait pas obstacle à ce que les dispositions législatives relatives au régime électoral du Sénat organisent la participation au collège électoral sénatorial de délégués de collectivités territoriales autres que le département. Dans ces conditions, les articles de la loi, en prévoyant que dans les deux départements de Corse, des conseillers à l'assemblée de Corse sont substitués aux conseillers régionaux au sein des collèges électoraux sénatoriaux, n'ont ni empiété sur la compétence réservée à la loi organique par la Constitution ni introduit de différence de traitement inconstitutionnelle entre les sénateurs élus dans les départements de Corse et les autres sénateurs.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 14, 15, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 14. ORGANISATION DÉCENTRALISÉE DE LA RÉPUBLIQUE
  • 14.1. PRINCIPES GÉNÉRAUX
  • 14.1.1. Indivisibilité de la République - Appartenance à la République
  • 14.1.1.3. Absence de violation du principe de l'indivisibilité de la République

Dans l'état actuel de la définition des attributions respectives des autorités décentralisées et des organes de l'État, le texte de la loi portant statut particulier de la région de Corse ne comporte pas de disposition qui puisse, en tant que telle, être regardée comme portant atteinte au caractère indivisible de la République et à l'intégrité du territoire national.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 9, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 14. ORGANISATION DÉCENTRALISÉE DE LA RÉPUBLIQUE
  • 14.1. PRINCIPES GÉNÉRAUX
  • 14.1.2. Création de collectivités territoriales par la loi

Les dispositions de l'article 72 de la Constitution qui, dans un alinéa concernant tant les collectivités de la métropole que celles d'outre-mer donnent compétence à la loi pour créer éventuellement d'autres collectivités territoriales, ne sauraient voir leur application réduite aux seules collectivités d'outre-mer. La disposition de la Constitution selon laquelle toute collectivité territoriale autre que les communes, les départements et les territoires d'outre-mer est créée par la loi n'exclut nullement la création de catégories de collectivités territoriales qui ne comprendraient qu'une unité.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 3, 4, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
  • 14. ORGANISATION DÉCENTRALISÉE DE LA RÉPUBLIQUE
  • 14.1. PRINCIPES GÉNÉRAUX
  • 14.1.3. Libre administration des collectivités territoriales
  • 14.1.3.2. Absence de violation du principe

Le fait qu'une collectivité territoriale soit amenée à collaborer avec un établissement public non créé par elle ne porte pas atteinte à la libre administration des collectivités territoriales.

(82-138 DC, 25 Februar 1982, cons. 6, Journal officiel du 27 février 1982, page 697)
À voir aussi sur le site : Saisine par 60 sénateurs, Saisine par 60 députés, Références doctrinales.